Bava Metzia 128

Kapitel 128

א האי קרוב לשכר ורחוק להפסד הוא אמר ליה כיון דמקבל עליה זולא קרוב לזה ולזה הוא:
1 Dies ist ja dem Gewinne nahe und dem Verlustefern!? Dieser erwiderte: Da er (Steigen und) Fallen des Preises übernommen hat, so ist es nahe für diesen und für jenen.
ב <big><strong>מתני׳</strong></big> המלוה את חבירו לא ידור בחצרו חנם ולא ישכור ממנו בפחות מפני שהוא רבית:
2 <b>W</b><small>ER SEINEM</small> N<small>ÄCHSTEN</small> [G<small>ELD</small>] <small>GEBORGT HAT, DARF NICHT UMSONST IN SEINEM</small> H<small>OFE WOHNEN, AUCH NICHT UNTER</small> P<small>REIS MIETEN, WEIL DIES</small> W<small>UCHER IST.</small>
ג <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר רב יוסף בר מניומי אמר רב נחמן אע"פ שאמרו הדר בחצר חבירו שלא מדעתו אינו צריך להעלות לו שכר הלוהו ודר בחצרו צריך להעלות לו שכר מאי קמ"ל תנינא המלוה את חבירו לא ידור בחצירו חנם ולא ישכור ממנו בפחות מפני שהוא רבית
3 GEMARA. R. Joseph b. Minjomi sagte im Namen R. Naḥmans: Obgleich sie gesagt haben, wer im Hofe seines Nächsten ohne dessen Wissen wohnt, brauche ihm keine Miete zu zahlen, so muß er ihm aber, wenn er ihm Geld geborgt hat, wohl Miete zahlen. – Was Neues lehrt er uns da, wir haben ja gelernt, wer seinem Nächsten [Geld] geborgt hat, dürfe nicht umsonst in seinem Hofe wohnen, auch nicht unter Preis mieten, weil dies Wucher ist!? –
ד אי ממתני' הוה אמינא הני מילי בחצר דקיימא לאגרא וגברא דעביד למיגר אבל חצר דלא קיימא לאגרא וגברא דלא עביד למיגר אימא לא קמ"ל
4 Aus unserer Mišna könnte man entnehmen, dies gelte nur von einem Hofe, der vermietet zu werden pflegt, und einem Manne, der zu mieten pflegt, nicht aber von einem Hofe, der nicht vermietet zu werden pflegt, und einem Manne, der nicht zu mieten pflegt, so lehrt er uns.
ה איכא דאמרי אמר רב יוסף בר מניומי אמר רב נחמן אע"פ שאמרו הדר בחצר חבירו שלא מדעתו אינו צריך להעלות לו שכר הלויני ודור בחצרי צריך להעלות לו שכר
5 Manche lesen: R. Joseph b. Minjorni sagte im Namen R. Naḥmans: Obgleich sie gesagt haben, wer im Hofe seines Nächsten ohne dessen Wissen wohnt, brauche ihm keine Miete zu zahlen, so muß er ihm aber, wenn [dieser zu ihm gesagt hat:] borge mir [Geld] und wohne in meinem Hofe, wohl Miete zahlen.
ו מ"ד הלוהו כל שכן הלויני ומ"ד הלויני אבל הלוהו לא מ"ט כיון דמעיקרא לאו אדעתא דהכי אוזפיה לית לן בה
6 Nach demjenigen, der ‘geborgt hat’ liest, gilt dies um so mehr von dem Falle, wenn dieser ‘borge mir’ [gesagthat]; und nach demjenigen, der ‘borge mir’ liest, gilt dies nicht von dem Falle, wenn er ihm geborgt hat, denn da er es ihm von vornherein nicht in dieser Absicht geborgt hat, so ist nichts dabei.
ז רב יוסף בר חמא תקיף עבדי דאינשי דמסיק בהו זוזי ועביד בהו עבידתא א"ל רבא בריה מ"ט עביד מר הכי א"ל אנא כרב נחמן סבירא לי דאמר רב נחמן עבדא נהום כריסיה לא שוי
7 R. Joseph b. Ḥama ließ Sklaven von Leuten, die ihm Geld schuldeten, ergreifen und sie zur Arbeit anhalten. Da sprach sein Sohn Rabba zu ihm: Wieso tut der Meister dies!? Dieser erwiderte: Ich bin der Ansicht R. Naḥmans, denn R. Naḥman sagte, ein Sklave sei nicht einmal das Brot seines Baucheswert.
ח א"ל אימור דאמר רב נחמן כגון דארי עבדיה דמרקיד בי כובי עבדי אחריני מי אמר א"ל אנא כי הא דרב דניאל בר רב קטינא אמר רב סבירא לי דאמר התוקף עבדו של חבירו ועשה בו מלאכה פטור
8 Jener entgegnete: R. Naḥman sagte es ja nur von solchen gleich seinem Sklaven Daro, der sich in den Wirtshäusern herumtreibt, sagte er es etwa auch von anderen Sklaven!? Dieser erwiderte: Ich bin der Ansicht des R. Daniél b. R. Qaṭṭina, der im Namen Rabhs lehrte: Wer einen fremden Sklaven ergreift und ihn zur Arbeit anhält, ist frei,